Lebendgebärende - Allgemeine Infos

Rund ums Wasser

Es gibt viele Aquarianer die die Werte der Wasserchemie Ihrer Aquarien auswendig herunterrattern können. Zu dieser Sorte habe ich von Anfang an nicht gehört. Ich hatte zwar auch ein Analyse-Köfferchen... (von einem gutgemeinten Hobbygenossen "vererbt" bekommen und reichlich verstaubt.) und ich habe auch die einschlägigen Kapitel im Mergus "Aquarien-Atlas" gelesen. Aber ich verlasse mich nach wie vor auf meine Beobachtungsgabe.

Wenn die Fische lebenslustig durchs Aquarium schwimmen, und sich mit schöner Regelmäßigkeit vermehren, einen gesunden Appetit haben und mit Farbenpracht glänzen ist alles i. O. Dazu beobachtet man die Atmungsaktivität und das Balzverhalten.

Weitere Indikatoren sind das Pflanzen- und das Algenwachstum. Grünalgen wachsen, werden aber von den Lebendgebärenden, den Antennenwelsen und vor allen Dingen von den Posthornschnecken in schöner Regelmäßigkeit "niedergemäht". Andere Algenarten kommen so gut wie nicht vor. (Von einer verschwindend geringen Anzahl Pinselalgen und Fadenalgen mal abgesehen) Die Pflanzen wachsen gut.

Wer täglich weniger als 5 Minuten in jedes Becken sieht, dem kann eine Veränderung des Verhaltens und des Wachstums verborgen bleiben. Damit können sich natürlich Wasserwerte schleichend verschlechtern. (Ist mir
leider aus Zeitmangel auch schon passiert.)

Man muss es also "im Gefühl" haben, wann ein Wasserwechsel wieder dran ist. Da bei mir oft eine starke Besatzdichte herrscht, bin ich jede Woche einmal in Aktion um Wasser zu wechseln. (da geht bei meinen sechs Becken immer der ganze Samstag Vormittag für drauf!)


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Technik

Für den Beginn reichen eigentlich die Komponenten aus einem Komplettpaket aus. Z.B. ein 60 l Becken, Heizer, Pumpe, Thermometer. Solch ein Komplettpaket kosten im günstigsten Fall ca. 50 EUR. Das Hauptaugenmerk sollte bei den technischen Geräten auf der Pumpe liegen. Ist diese zu gering dimensioniert (hat sie also eine entsprechend geringe Filterleistung) können später Probleme entstehen. Es gibt zwar Berechnungen über die benötigte Filterleistung, aber diese lassen die
Filterleistung des Bodengrundes außer acht. Auch relativ kleine Filter können bei guter Pflege ausreichen.

Ich benutze in fast all meinen Aquarien Eheim-Innenfilter. Da ich hauptsächlich mit 60 Liter-Becken arbeite ist das meiner Meinung nach völlig ausreichend. Tip: Im Aufzuchtbecken einen Nylonstrumpf über den Pumpeneinlass stülpen, dann verirren sich auch keine Jungtiere dort hinein. Ich drücke die Filterpatrone aus, wenn fast kein Wasser mehr aus dem Filter austritt

Ist die Filterpatrone sehr "versumpft" kann man sie mit einem scharfen Wasserstrahl durch"kneten". Das reicht normalerweise, um die Patrone wieder für eine Weile durchgängig zu machen.

Wer ein wenig Anfangsaufwand nicht scheut, sollte sich überlegen, ob die Installation eines Mattenfilters nicht möglich ist. Diese Filterart ist in der späteren Pflege sehr einfach zu handhaben und die biologische Nutzen ist enorm.

Einen Heizer benutze ich persönlich nicht mehr. Ich habe im Sommer bei sehr hoher Außentemperatur die AQ-Heizer ausgeschaltet und somit konnten sich nach Absinken der Temperaturen die Fische langsam daran gewöhnen. Duch die Beleuchtung wird das Wasser auch im Winter jetzt auf ca 23°C geheizt.
Wer nicht darauf verzichten will: Ich hatte früher Stab-Regelheizer entweder von Jäger oder von Tetra. Beide haben eine Stellschraube, mal mit Grad-Einteilung, mal mit Skala von 1-7. Bei beiden Varianten muss man sich die gewünschte Temperatur erst "hinpfriemeln". Dann funktionieren Sie jedoch zuverlässig.

Für die Haltung von Lebendgebärenden wird oft eine Temperatur von 25-28°C empfohlen. Die Tiere sind bei diesen Temperaturen sehr aktiv und Jungtiere werden regelmäßig geboren. Ich hatte früher mit diesem Temperaturbereich keine Probleme.

Bei Thermometern nehme ich was ich gerade preiswert bekomme. Ich halte Folienthermometer für praktisch, jedoch nicht immer für zweifelsfrei ablesbar, da auch die Zimmertemperatur das Meßergebnis beeinflussen kann. Schlecht ist, wenn drei verschiedene Temperaturbereiche in drei verschieden Farben leuchten. Ein dünner wandernder Anzeigestreifen ist da schon genauer. Ein klassisches Glasthermometer ist noch besser, stört mich jedoch optisch

Zur Beleuchtung nutze ich Fertigabdeckungen mit verschiedenen Lampensorten. Ich hatte z.B. die Röhren, die die roten Farben so schön
hervortreten lassen (Grolux)... die Fische sehen damit schon prächtig aus. Jedoch wachsen die Pflanzen damit etwas stark in die Höhe und werden
teilweise "spillerig" .Rote Farbtupfer auf den Pflanzen kommen jedoch toll zur Geltung.
Meist habe ich jedoch normale Leuchtstoffröhren aus dem Baumarkt drin. Die Farben wirken zwar nicht ganz so brilliant, man hat jedoch ideales
Pflanzenwachstum und keinerlei Probleme mit Algen! Jeder wie er es mag.

Ich habe jedoch schon recht erfolgreich einem offen Becken direkt am Fenster experimentiert.
Es war gut mit Zyperngras bepflanzt. Die Pflanzen hatte ich aus dem Wohnzimmer-Pflanzensortiment und die Erde völlig aus den Wurzeln gespült. Das Zyperngras wucherte und wucherte... Mehr dazu lesen Sie hier

Dies nun zum Thema Technik. Alles weitere ist Luxus und kostet Geld und Strom.

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Schöner Wohnen für Fische

Um ein Becken für Lebendgebärende wohnlich einzurichten braucht man folgende Materialien: Kies oder Sand, Pflanzen, ggf Dekosteine oder Wurzeln (Wichtig, wenn Welse mit im Becken sind) und ein bisschen guten Geschmack und gesunden Menschenverstand.
Der Kies sollte nicht zu grob sein Relativ feiner Kies hat die beste Filterwirkung. Ist er zu fein, kann man ihn nicht mehr
so gut mit dem Bodengrundsauger absaugen... der Kies verschwindet im Schlauch. Nachdem das Becken standsicher -mit einer Ausgleichsunterlage
versehen- untergebracht wurde (Achtung, auch Aufzuchtbecken haben ein beachtliches Gewicht!), kommt der Kies gewaschen! ins Becken. Ich nehme bei kleinen Mengen ein altes, feines Küchensieb um den Kies auszuspülen. Die Im-Eimer-Durchspülmethode war nicht so effektiv. Wer den Kies wenig durchwäscht, muß mit trüben Wasser für einige Tage rechnen. (dann legt sich der Staub wieder und wird beim Grundabsaugen entsorgt) Der Kies wird nach hinten hin ansteigend eingelegt. Das gibt optische Tiefe und Schmutz sammelt sich dann eher vorn, wo er besser abgesaugt werden kann.

Die Bepflanzung und die Auswahl der Pflanzen ist Geschmackssache. Für die ersten Erfolge wird der Fachhändler diverse
"Anfängerpflanzen" parat haben. Auf Fischbörsen werden ebenfalls Pflanzen verkauft, und hier natürlich bevorzugt Exemplare, die sich auch gut und leicht vermehren lassen. Optisch ansprechend ist eine Gruppierung
von hohen Pflanzen hinten, Deko-Material, Höhlen und halbhohe Pflanzen in der Mitte und vereinzelte kleine Pflanzen vorn. Vorn ist die Zone in dem der Bodengrundsauger tätig wird, und das Futter oft landet. Hier also weniger bepflanzen.

Ich bepflanze ein Becken, wenn schon ca 10 cm temperiertes Wasser im Becken ist. Dann schwimmen die Blätter schon ein wenig, und man hat ansatzweise einen Eindruck, wie das fertige Werk aussehen wird. Achten Sie darauf, dass die Wurzeln komplett bedeckt sind, Sie aber keine "Häufchen" gemacht haben. Der Kies glättet sich von allein, und dann liegen die Wurzeln nachher wieder frei. Ggf. kann man einen Dünger in den Bodengrund mit einarbeiten. Ich dünge später flüssig nach.

Höhlen etc sind für Lebendgebärende von eher untergeordneter Rolle. Wichtig werden Sie jedoch, wenn man z.B. Antennenwelse mit im Becken halten will. Dies brauchen unbedingt diese Versteckmöglichkeit.

Nach dem Einlass des Wassers (bei mir grundsätzlich mit einer Gieskanne mit Tülle, damit schwemmt nicht weg) kann die Technik in Betrieb genommen werden. Die Temperatur wird mit dem Heizer eingestellt, und der Filter muss ohne Unterbrechung laufen... nun heißt es warten. ggf können schon ein paar Posthornschnecken eingesetzt werden, die sich um evtl. absterbende Pflanzenteile "kümmern". Nach frühestens 4 Wochen kann ein Paar (und ich meine nur ein Paar, also 2!) Tiere eingesetzt werden. Erst nach dieser Zeit hat sich vielleicht schon eine gewisse Bakterienflora im Boden entwickelt, um die Belastung durch Futterreste und Kot abbauen zu können. Jedoch sollten die Tiere regelmäßig beobachtet werden, ob z.B. die Atmung schneller geht. Der Geruch des Wassers gibt ebenfalls Aufschluß. Das Wasser sollte wie See-Wasser riechen, in dem auch Sie noch baden gehen würden. Alles andere bedarf eines Wasserwechsels. Bei zwei Fische nach vier Wochen sollte aber nichts in der Richtung passieren. Nun kann man langsam den Fischbestand aufstocken. Aber bitte wirklich langsam.

Die Tiere und vor allem die Jungtiere fühlen sich ganz wohl, wenn sie sich in einem Gewühl von Schwimmpflanzen verstecken können, das vielleicht in einer Ecke mit einem Silikon-Saughaken festgehakt wird oder frei auf der Wasseroberfläche treibt.

Pflege und Hege

Was ist nun also nach der Einrichtung eines Aquariums an Pflegearbeiten zu tun? Erst mal nur füttern! Täglich ruhig mehrmals. Aber wenig. Wirklich nur so viel, wie die Fische in 30 Sekunden verdrücken. Alles was liegen bleibt zersetzt sich und belastet das Wasser. Außerdem ubernehmen sich die Fische manchmal und schwimmen dann aufgebläht und nach Luft schnappend herum. Flockenfutter kann je nach Größe der Tiere mehr oder minder zerrieben werden. Frostfutter bitte vorher
auftauen, und die Abtauflüssigkeit weggießen!

Die Pflanzen sollte man von Zeit zu Zeit nachdüngen, sofern man kein Depotdünger verwendet hat. Ein Volldünger läßt leider auch die Algen gut wachsen, und Dünger produzieren die Fische meist
genug.

Ich dünge mit Eisendünger (HobaFerrum-flüssig) der leider nicht mehr bei Zooplus erhältlich ist. Woanders hab ich ihn bisher noch nicht gesehen. Ich werde daher, nachdem meine Vorräte aufgebraucht sind Doc Kremsers "Ferrdracon" der mich jedoch nicht ganz überzeugte. Ich schwöre mittlerweile auf Ferrogan. Eisendünger ist wichtig, da Eisenmangel zur Chlorose (Ausbleichen der Blätter) führt, und relativ häufig vorkommt. Ich dünge nicht mit CO², meine Pflanzen wachsen trotzdem...

Bei gutem Wachstum müssen die Pflanzen auch mal ausgedünnt werden. Wenn man bei der Einrichtung des Beckens nicht allzu sparsam war, kann es gut vorkommen, dass man kurze Zeit später schon wieder Pflanzen herausnehmen muß. Die Pflanzen nehmen sich sonst gegenseitig Licht und Nährstoffe weg, und kein Exemplar wächst zu seiner möglichen Pracht heran. Auch wenn es weh tut, es muß ausgedünnt und beschnitten werden. Pflanzen die Ableger produzieren, z.B. durch Rhizome (unterirdische Verbindung zwischen Mutter und Tochterpflanzen) trennt man einfach und gibt sie an andere Aquarianer weiter. Stengelpflanzen kann man direkt beschneiden, aber nicht zu vorsichtig: Wenn man mit dem Schnitt recht tief ansetzt, verzweigen sich Pflanzen stärker. Man kann ja die Stängel zeitversetzt beschneiden, damit es nicht gleich eine so radikale Veränderung ergibt.

Der Wasserwechsel ist ein heikles Thema, da jeder Aquarianer einen anderen Zeitraum/Menge angibt. Daher werde ich mich auf meine Angaben beschränken aber keine Empfehlung geben. Was für meine Aquarien gut ist, ist vielleicht nicht der richtige Weg für Sie.

Ich wechsle ein Mal wöchentlich 30-40% des Wassers bei den Becken mit 60 Liter. Ich sauge mit einem Bodengrundsauger das vordere Drittel des Kieses ab und teilweise etwas zwischen den Pflanzen. Da ich diese Partie des Beckens gründlich bsauge,
ist damit mein "Soll" von 20 Litern immer erfüllt. Ich fülle dann mit Hilfe
einer Gießkanne (mit Tülle) temperiertes Wasser nach.

Das 120 l Becken wechsle ich alle 1 bis 3 Wochen die gleiche Menge. Je nachdem, wie der Besatz im Becken ist. Viel Fisch - öfter wechseln.

Man muss sich hier auf seine Beobachtungsgabe verlassen. Wenn das Wasser etwas dunkler wird, Mulm an der Vorderscheibe sichtbar wird, und die Fische etwas schneller atmen ist bald ein Wasserwechsel fällig. Riecht das Wasser unangenehm, schnappen die Fische nach Luft oder ist das Wasser sehr verfärbt. Ist ein sofortiger Wasserwechsel um mindestens die Hälfte angesagt.

Fällt mal die volle Fischfutterdose ins Wasser (z.B durch Kleinkind-Mithilfe) muss alles mit dem Bodengrundsauger raus. Sollen die Fische drinbleiben, sollte der Wasserstand auf max 5 cm belassen werden. Diese Aktion hatte ich schon einmal... das ist nicht lustig. Sollte solch ein Malheur unbemerkt bleiben, sind die Fische schnell hinüber! Schon nach 10 Minuten sind die Tiere nur noch am japsen. Überfütterung wirkt sich, nur über längere Zeit hinweg genauso aus!

Sollte man davon nicht verschont bleiben, sollte man die Algen mit einen Klingenputzer entfernen. Bei Grünalgen (hellgrüner Flaum auf der Scheibe) nur die Frontscheibe. Bei Pinselalgen (dunkelgrün bis braun in Büscheln) alle Scheiben. Fadenalgen kann man abzupfen.


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Zur erfolgreichen Pflege sollte man folgende Pflegeutensilien parat haben: 1-2 Eimer. Einen Bodengrundreiniger mit ca 2 Meter
Schlauch. Einen Klingenputzer, Futter, Dünger und ein Fisch-Fangnetz um ein Exemplar auch mal rausangeln zu können.

Alles [vielleicht bis auf die Eimer) ist erhältlich bei Zooplus

Geburtenkontrolle

Eine ganz große Bitte an dieser Stelle: jeder sollte sich vor dem ersten Zuchtbeginn überlegen, was er mit dem Nachwuchs machen möchte. Es ist nämlich verantwortungslos, zwanzig Tierchen großzuziehen, und dann nicht zu wissen wohin damit. Zwar gibt es unterstehende Möglichkeiten
die Tiere loszuwerden man beachte jedoch, dass Lebendgebärende sehr fruchtbar sein können. Große Black-Molly Weibchen bringen es schon mal auf 100 Junge. Dafür ist dann ein extra Aufzuchtbecken der entsprechenden Größe unerlässlich.

Wie kann man also eine Baby-Schwemme vermeiden? Mit Schwimmpflanzen lässt sich schon viel regulieren. Nimmt man die Schwimmpflanzen ganz aus dem Becken, können sich nicht mehr alle Jungtiere sofort verstecken und fallen den anderen Tieren zum Opfer. Einige kommen aber trotzdem durch.

Man könnte auch zeitweise kleine Barsche (z. B. Purpurprachtbarsche) mit ins Becken geben. Oder die Jungfische herausfangen und verfüttern. Ich denke die Lösung ist "humaner", als das Einpferchen der Jungfischmassen in ein meist viel zu kleines Notbecken. Auch wenn es einem leid tut, die Kleinen zu verfüttern.

Für einen müden Euro

Dann ist es nach ca vier Monaten endlich soweit, dass man die Tierchen abgeben möchte. Hier habe ich gute Erfahrungen mit Zeitschriften für kostenlose Kleinanzeigen gemacht. Man darf nur nicht den Fehler machen, und jedes mal inserieren. Man wird dann nämlich schnell für einen professioneller Züchter gehalten und darf für die Anzeige zahlen. Aber bitte die Ansprüche realistisch halten. Ich bekomme für den Platy und Molly nach Abzug von Mengenrabatt und Verhandlungsrabatt oft nur 40-50 Cent. Da macht's dann halt die Masse. Bei Guppys bin ich nach meinen Zuchterfolgen schon etwas anspruchsvoller gewesen.

Der nächste Halt ist der Zoohandel. Wenn man sowieso einen Stamm-Laden hat sollte man auf jeden Fall mal nachfragen. Meiner nimmt mitunter ganze Würfe an, rückt aber kein Bargeld raus, sondern zahlt in Naturalien d.h. Futter. Das braucht man sowieso immer.

Ein weiterer Halt ist eine Fischbörse. Damit habe ich selbst keine Erfahrung außer beim Einkauf. Fischbörsen und Vereine sind oft Männerdomänen (Widerspruch erlaubt) bei denen ich mich nicht so heimisch fühle.

Niiiiemals wirft man einen Fisch mangels Platz ins Klo oder ähnliches. Soviel Verantwortung sollte man haben, um den Tierchen auch ohne Profitgier ein gutes zu Hause zu geben. Ich habe auch schon viele Tiere verschenkt um Platz zu schaffen, und dabei auch schon manches Mal in glückliche Kinderaugen geschaut. (Habe auch schon genauso oft "ausrangierte" Tiere
aufgenommen die einem Klo-Versenkungs-Schicksal entgegensahen)

Fische töten

Leider kommt fast immer irgendwann der Augenblick, in dem man ein Fisch töten muß. Z.B wenn er sehr krank ist, oder sich stark verletzt hat, und keine Möglichkeit der Heilung besteht. Ein schneller Tod ist hier humaner als langes Leid. Aber wie bringt man einen Fisch schnell "zur Strecke". Jedenfalls nicht durch langsames einfrieren, im Klo runterspülen, kochen oder vergiften. Richtig ist hier der Genickschnitt. Dieser läßt sich bei den relativ kleinen Lebendbärenden am besten mit einer scharfen Haushaltsschere vornehmen, Schere zwischen Kopf und Körper ansetzen und schnipps, der Fisch ist erlöst. Wenn man Angst hat der Fisch rutscht weg, oder dem Elend nicht ins (Fisch)-Auge sehen will, kann man das Tier vorher in ein Küchentuch legen und dann mit dem Papiertuch zerschneiden. Mit dem Messer säbelt zu lange daran herum oder ich bin mit dem Messer bisher zu ungeschickt gewesen.

Es kostet immer Überwindung ein Tier zu töten... aber manchmal muß es
sein!